SALAM.ORIENT
MUSIK, TANZ UND POESIE
AUS ORIENTALISCHEN KULTUREN

Liebes Publikum!

Die Realität durchkreuzt oft gutgläubige Programmplanung:
Im Frühjahr 2008 konnten wir bei der Vorbereitung des heurigen Kaukasus-Schwerpunktes unseres Festivals nicht ahnen, dass im August ein neuer Krieg im Südkaukasus ausbrechen würde.
So wird aus den Gastauftritten von KünstlerInnen aus Georgien, Armenien oder Aserbaidschan ein Statement, dass Musik und Literatur eine umso notwendigere, lebenswichtige Bedeutung im Leben einer Gesellschaft haben,
wenn rundum nur Parolen hörbar sind und einmal mehr der Nationalismus dröhnt.

Aus anderen konfliktreichen Zonen einer sehr großzügig definierten Welt des Orients besuchen uns ungewöhnliche MusikerInnen:
Das Arab Orchestra of Nazareth aus Israel wird der großen ägyptischen Sängerin Oum Kalthoum eine Hommage bereiten. Der Sänger Femi Kuti versteht sich in der Nachfolge seines legendären Vaters Fela Kuti als Stimme eines anderen Nigeria.

Wir haben uns aber auch auf Expeditionen ins Innere von Österreich begeben:
Wir entdeckten dabei einen staunenswerten türkischen Chor, junge Gypsy-Musiker mit einer unwiderstehlichen Mischung aus Istanbul-Sounds und Balkan-Grooves oder ein wunderbares neues Programm des Sängers Kadero Hamdaoui.
Die österreichische Ethno-Dance-Szene gestaltet wiederum eine Hafla
-ein arabisches Fest, rund um den Komponisten Can Aksel Akin entsteht eine moderne Tanztheater-Produktion zum Thema der "Mystic Sufis".

Erstmals geht das Festival auch in die Bundesländer:
in die Steiermark und nach Tirol.

Orient bedeutet drei Wochen lang nicht Bedrohung, sondern Spannung und Begeisterung:
Bei Konzerten, in Workshops und Diskussionen lernen einander Fremde kennen, erfassen Unterschiede, Gemeinsamkeiten:
Good News aus dem Orient

Norbert Ehrlich
Projektleiter