Themenschwerpunkt 2019

Von 14. bis 23. Oktober 2019 findet die neue Ausgabe von Salam Orient an verschiedenen Spielorten in Wien statt – diesmal mit einem regionalen Schwerpunkt auf die Maghreb-Länder Algerien, Marokko und Tunesien. Mit dem Festival wollen die beiden Veranstalterinnen Katrin Pröll und Martina Laab das aktuelle Musikgeschehen aus den unterschiedlichen Regionen des Mittleren & Nahen Ostens sowie den arabischen Kulturen in allen Facetten präsentieren – von traditionellen Liedern, Gesängen und Klängen aus Algerien und Marokko über feine Nuancen aus orientalischen und jazzigen Elementen von Mahan Mirarab (Iran) oder Orwa Saleh (Syrien) bis zu traditionell inspirierten elektronischen Pop-Balladen aus Tunesien und dem Sudan.

Dabei sollen gerade auch jene Regionen beleuchtet werden, die durch politische Krisen gezeichnet sind, um sie so in die öffentliche Aufmerksamkeit zu rücken und durch Kunst und Kultur einen anderen Blickwinkel aufzuzeigen. Ein weiteres wichtiges Anliegen der Veranstalterinnen ist die Präsentation von Künstlerinnen, die durch ihre Musik genauso wie durch ihre starken Persönlichkeiten herausragen. Mit der Ikone des Arabischen Frühlings Emel Mathlouthi (Tunesien), der sozial engagierten Sängerin Oum (Marokko), der ersten komplett weiblich besetzten Gnawa-Formation rund um Asmaa Hamzaoui (Marokko), der Grande-Dame der sakralen Gesänge Houria Aïchi (Algerien), der nubischen Kultkünstlerin Alsarah (Sudan) ist das Festival dieses Jahr größtenteils weiblich kuratiert.

Programmüberblick – 14.-23. Oktober 2019

Ein spezielles Projekt stellt der heimische Musiker und Komponist Mahan Mirarab (Iran) vor und präsentiert sein neues Album sowie seine neue Band im Theater Akzent (15.10.). Dazu lädt er den seit kurzem in Wien lebenden iranischen Künstler Mehdi Aminian ein, um seine Lieder erstmals dem heimischen Publikum vorzustellen. Österreich-Premiere feiert auch die „all-female“ Gnawa-Formation Asmaa Hamzaoui & Bnat Timbouktou mit ihren tranceartigen Rhythmen aus Marokko (16.10., Porgy & Bess). Sakrale Gesänge aus Algerien werden von der Meisterin ihres Faches Houria Aïchi im Theater Akzent zu Gehör gebracht (21.10.). Als „East African retro pop“ bezeichnet die sudanesische Singer/Songwriterin Alsarah ihre poppig-traditionelle Musik aus Nubien (22.10., Sargfabrik). Emel Mathlouthi, die mit ihrem Song „Kelmti Horra“ („mein Wort ist frei“) dem Arabischen Frühling seine Hymne gab, ist nun erstmals in Wien zu Gast (23.10., Sargfabrik). Und den krönenden Abschluss feiert Salam Orient 2019 mit einer der großen Stimmen Marokkos – der Sängerin Oum, die mit ihrem neuen Album Daba („Jetzt“) gleich an zwei Abenden im Porgy & Bess gastiert (22.10. & 23.10.).

Das Rahmenprogramm umfasst Kinderkonzerte, Schulworkshops & Dialogveranstaltungen.

Festivalpässe & Packages

Tickets sind über www.salam-orient.at/tickets sowie über die jeweiligen Veranstaltungsorte zu beziehen. Erstmals werden dieses Jahr vergünstigte Festivalpässe & Packages im Vorverkauf online über die Website von Salam Orient angeboten:

Festivalpass – 5 Konzerte nach Wahl (14. bis 23. Oktober 2019), €99,-

Festivalpackage – Oum & Emel Mathlouthi (22. & 23. Okt 2019), Sitzplatz €54,- / Stehplatz €46,-

Festivalpackage – Alsarah & Oum (22. & 23. Oktober 2019), Sitzplatz €53,- / Stehplatz €45,-

Festivalleitung

Nach 15  erfolgreichen, intensiven und schönen Jahren zieht sich Intendant Norbert Ehrlich im Alter von 75 Jahren als Verantwortlicher zurück und legt die Festivalleitung in die Hände von Katrin Pröll und Martina Laab. Die beiden neuen Verantwortlichen sind seit vielen Jahren als Veranstalterinnen mit Schwerpunkt auf Weltmusik im In- und Ausland tätig. Inhaltlich werden sie bei Salam Orient weiterhin ein hochkarätiges Programm klassisch-traditioneller als auch aktueller Musikströmungen, Kunst und Kultur präsentieren.

Geschichte

15 Jahre lang widmete sich Gründer und Intendant Norbert Ehrlich mit Salam Orient der faszinierenden Kulturen des Mittleren & Nahen Ostens und den arabisch geprägten Regionen weltweit. Der geographische Rahmen wird sehr breit gefasst: Kunst & Kultur von Andalusien, über den Maghreb, West- und Ostafrika bis in den Nahen Osten und nach Asien stehen im Fokus. Von traditioneller Musik bis zu zeitgenössischer Musik wie auch Literatur, Kunst oder Tanz wurden bisher bei dem 2-3-wöchigen Festival in Wien präsentiert. Seit 2017 zeichnen Katrin Pröll und Martina Laab für das Festival verantwortlich.

Kulturpolitische Aufgabe

Seit Beginn liefert das Festival Salam Orient einen konstanten Beitrag zur Völkerverständigung und zum kulturellen Dialog. Vermittlung und Beleuchtung von Kunst und Kultur aus dem orientalischen Raum, der islamischen Welt und der religiösen Minderheiten in diesen Regionen sollen statt Krieg, Terror, Verfolgung und Flüchtlingskatastrophen ein neues Bild in den Köpfen der Menschen erzeugen. Mit dem Schwerpunkt auf die Region „Orient“ möchten sich die Veranstalterinnen mit den positiven wie negativen Klischeebildern, die dieser Begriff allgemein hervorruft, auseinandersetzen und ihnen authentische und zeitgemäße Kunst & Kultur aus diesem Kulturkreis entgegenstellen. Salam Orient lädt die Menschen zum Neugierig-Sein ein, zum Dialog, zur Differenzierung und zum wechselseitigen Verständnis und bietet den BesucherInnen einen direkteren Zugang zu den Menschen aus den unterschiedlichsten Regionen der Welt.