DATUM & UHRZEIT

DI, 05. April 2022
19.30 Uhr


ORT

Theater Akzent
Theresianumgasse 18
1040 Wien
www.akzent.at


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Erst im vergangenen Jahr entstand das Projekt „Les Sahariennes“, das vier renommierte Sängerinnen zusammenführt, um die besondere Kunstfertigkeit von Frauen aus den benachbarten Sahara-Ländern Algerien, Marokko und Mauretanien zu feiern. Abseits der Konflikte, die allzu oft die Beziehungen zwischen ihren Ländern bestimmen, bringen die vier außergewöhnlichen Sängerinnen Noura Mint Seymali, Malika Zarra, Souad Asla und Dighya Mohammad Salem ihr gemeinsames musikalisches Erbe auf öffentliche Bühnen, um ihre Solidarität zu bekräftigen und geeint gegen die Schwierigkeiten der Geopolitik einzutreten.

Ob Berber, Tuareg, Griot oder Gnawa - das musikalische Erbe eint die Nachbarländer als Familie. Die Frauen der Region sind seit jeher die Bewahrerinnen kultureller Traditionen, auch wenn ihr musikalisches Wissen und ihre Virtuosität den privaten Feierlichkeiten vorbehalten sind und nur selten öffentlich gehört werden. Eine einmalige Gelegenheit also, Les Sahariennes im Rahmen von Salam Orient live zu erleben.

Noura Mint Seymali ist in einer reichen Musikkultur aufgewachsen, wo die Klänge aus der Sahara, dem Maghreb und Westafrika verschmelzen. Geboren in eine prominente Linie von maurischen Griot geboren, wurde sie schon als Kind von ihren Eltern, selber wegweisende Musiker/innen, musikalisch ausgebildet. Mit ihrer eigenen Band tritt sie auf renommierten Festivals weltweit auf.

Malika Zarra stammt aus Südmarokko und beschäftigte sich neben ihrem Jazz Studium in Frankreich mit der Gnawa und Chaabi Tradition. In den späten 90er Jahren zog sie nach New York und arbeitet hier sehr erfolgreich mit verschiedenen Jazz Größen im Bereich der experimentellen Musik.

Souad Asla wurde in der Wüstenstadt Bechar, im Süden Algeriens geboren. Mit ihrer Musik fördert sie seit jeher die reichen Traditionen ihrer Heimat und führt die Klänge von Diwan, Malhoun, Zeffani und Gnawa mit der Musik des nordafrikanischen Exils zusammen, lebt sie doch selbst mittlerweile seit 20 Jahren in Paris. Internationale Bekanntheit erlangte sie mit ihrem Projekt „Lemma“, das den Frauen aus Bechar und ihrer virtuosen Musikalität gewidmet ist.

Dighya Mohammad Salem wurde 1966 in Dakhla geboren und ist in einem Flüchtlingslager in Algerien aufgewachsen. Mit der Sarahoui-Band Shaheed El Wali tourte sie international, kehrte aber immer wieder nach Algerien zurück. Erst 2018 ging sie mit ihrer Tochter nach Frankreich, wo ihr Asyl gewährt wurde.  Hier gründete sie ihre Band mit der Unterstützung der renommierten Agentur für Künstler/innen im Exil.

Noura Mint Seymali – Gesang, Ardin
Souad Asla
– Gesang, Percussion
Dighya Moh Salem
– Gesang, Tbal
Malika Zarra
– Gesang, Percussion
Jeiche Ould Chighaly
– Gitarre, Tidinit
Mohamed Abdennour
– Guembri, Mandole, Karkabou
Anne-Laure Bourget
– Percussion, Darbouka, Daf
Mohammed Menni
– Percussion, Cajon, Darbouka

Art direction: Piers Faccini
Coproduction : Opéra de Lyon and Dérapage Prod
An original idea by Olivier Conan & Greg Connan


 

Covid-19 Regel (Theater Akzent):
Kein G-Nachweis, FFP2-Maskenpflicht.